db.i|Dietmar Bleck|St.-Mergener-Straße 22|D-54292 Trier|0651 / 150 11 32
Die Botschaft

Wenn man sich versteht geht vieles leichter.

 

Lernen sie die Sprache ihrer Kunden. Sie werden es ihnen danken.

 

Haben sie sich auch schon einmal gefragt, was ihnen diese oder jene Werbung, die sie gerade gesehen haben, anpreisen wollte? An solche Fragen müssen sie nie wieder einen Gedanken verschwenden, denn die Antwort ist einfach und immer die gleiche. Diese Werbung wollte speziell Ihnen gar nichts anpreisen! Denn wenn sie die Botschaft nicht verstehen, ist die Werbung nicht für sie gemacht! Und wenn die Werbung schon nicht für sie gemacht ist, dann ist auch ganz sicher das beworbene Produkt nicht für sie.

 

Was für die Werbung gilt, gilt auch für die Kommunikation im Allgemeinen: Versteht der Kunde die Botschaft nicht, kann er davon ausgehen, dass sie nicht für ihn gemacht ist oder seine Bedürfnissen nicht ernst genommen werden. Für ein Unternehmen, sollte deshalb gelten: Lerne die Sprache deiner Kunden zu verstehen und noch wichtiger, lerne sie zu sprechen. Für den Architekten heißt dies im ersten Schritt zwischen bürointerner Sprache und Kunden- ansprache zu unterscheiden. Die bürointerne, von architektonischen Fachbegriffen geprägte, Sprache muss im Kontakt mit dem Kunden einer den Nutzen des Kunden betonenden, ihm vertrauten Sprache weichen. Während sich der Architekt auf die Erstellung des Objektes konzentriert, gilt das ganz überwiegende Interesse des Kunden der Nutzungsphase, also der Phase in der sich der Architekt längst einem anderen Projekt zugewandt hat. Für den Geschäftskunden ist das neue Gebäude ein Produktionsfaktor. Für den Privatmann ist das neue Gebäude ein Luxusgut oder schlicht eine Investition, die ihn einen Großteil seines Lebens begleiten wird. Der Architekt muss also lernen, in der Planungs- und Bauphase möglichst viel über die Nutzungsphase zu sprechen. Natürlich interessiert sich der Bauherr für die Bauphase, doch nur ernsthaft für die Bereiche, die seine Handlungsfähigkeit betreffen. Fragen zur Konstruktion oder zu den verwendeten Baumaterialien sind oft eher dem Smalltalk zuzuordnen. Der Architekt steht mit seiner Leistung oft einem Kunden gegenüber, der seine Arbeit aus Mangel an architektonischem Verständnis nicht unter fachlichen Gesichtspunkten beurteilen kann.

 

Erst wenn es dem Architekten gelingt über eine klare Sprache den Kunden in seiner Welt abzuholen, wird es möglich, ihn mit den Gedanken, die dem Entwurf zugrunde liegen, vertraut zu machen. Ein Kunde, der die Überlegungen versteht, fühlt sich sicherer und kennt mehr Kategorien als Gefallen und Nicht- gefallen bei der Bewertung der Architekturleistung. Und was ja oft noch wichtiger ist: Er bekommt auch einen differenzierten Blick auf deren Preis.

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